„Der liebe Meinhard, der lange Zeit die Produktivitätsentwicklung aus den Betrachtungen zur Bezahlbarkeit der Renten ausgeblendet hat. Nun kommt doch noch die Altersweiheit.“

– Kommentator „endless.good.news“   Quelle: Oeffinger Freidenker: Zappen bringt Gewinn

Und woher kommt das Produktivitätswachstum? Dazu bedarf es Investitionen. Wie sorgt man dafür, das Arbeitnehmer an diesen Zuwächsen beteiligt werden? Indem man sie investieren lässt.

Gibt es absolute Sicherheit? Nein. Wer will kann ja in Staatsanleihen „investieren“. Da hat er dann de-facto sein Umlagesystem und jeder Steuerzahler von Morgen bürgt dafür, auch diejenigen, deren Vorfahren keine Staatsanleihen erworben haben.

Aber sind nicht gerade die privaten Lebensversicherungen mit PIIGS-Anleihen, insbesondere Griechenlandanleihen, und Bankzertifikaten von Banken, die viele Griechenlandanleihen halten, in die Kriese geraten? Ja, und dass soll nun ein Beweis für die Überlegenheit staatliche Schuldversprechungen sein?
Der Irrtum, Arbeitskräfte würden irgendwie von selber Produktiver werden, als ein Art Naturgesetz, ist aber auch sehr beliebt. Vermutlich weil er das Eingeständnis vermeidet, den Kapitalismus als Wohlstandsursache zu sehen. Auch stört natürlich die offensichtliche Möglichkeit der privaten Vorsorge, da sie eine offensichtliche Antwort darauf bietet, wie Arbeitnehmer am Produktivitätswachstum auch beteiligt werden können – in dem sie es durch ihre private Vorsorge (und damit Investitionen) ermöglichen. Gilt natürlich nur, wenn die „Investition“ nicht in Staatsanleihen besteht. Dann aber bietet sich eine alternative Kapitalquelle neben dem Großvermögen, die ohne die Zentralisierung, Bürokratisierung und geldverschwenderische Arroganz von Zwangsgebühreneinziehern auskommt.