“ich muss ja nicht in ein raucherlokal gehen” … sprach der Kellner und war seinen Job los.

Joseph Kuhn in einem Kommentar unter dem Artikel Auch Stigma lässt sich globalisieren

Den Job ist der Kellner auch los, wenn das Nichtraucherlokal Pleite geht.

„Ich muss jetzt nicht wie ein Verrückter rasen und meinen Vordermann um jeden Preis überholen“ sprach der Rennfahrer und war seinen Job los.

Und jetzt sagen Sie mir nochmal, das Motorsportfans keine Leben auf ihrem Gewissen haben.

Wie der Kommentator blau dazu ebenfalls treffend antwortete:

dann darf ich nicht kellner werden. ich werde ja auch nicht arzt, wenn ich kein blut sehen kann oder friseur, wenn ich auf die diversen haarpflegeprodukte allergisch bin. wir leben in einer gesellschaft, in der jede/r alles werden kann, was er/sie will.

Eben. Wieso habe ich bloß das Gefühl man möchte hier den aktuellen Zeitgeist, seinen moralischen Anspruch und seine Forderungen ledliglich rationalisieren? Warum habe ich bloß das Gefühl der Arbeitsschutz soll hier lediglich als Vorwand genutzt werden, um die Vormundschaft der Besserwisser weiter auszubauen? Wieso habe ich bloß das Gefühl das Arbeitsrecht, das ursprünglich mit seinen Regelungen mal die Mündigkeit und Freiheit der Arbeitnehmer gegen übermächtige Großunternehmer untermauern sollte (siehe Mitbestimmung), dient immer mehr als Ausrede zur Entmündigung von Arbeitnehmern in allen Bereichen zugunsten von Funktionären und Ideologen?

Disclaimer: Bin Nichtraucher. Gehe nicht in Kneipen. Würde in einer Kneipe aus Gesundheitsgründen nicht arbeiten wollen. Und ich denke, Arbeitssuchende sollten nicht zu einer solchen, gesundheitsschädlichen Tätigkeit gedrängt werden.